Geschichte

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PALACE LUZERN

Um die Jahrhundertwende herrschte im Luzerner Tourismus eine wahre Aufbruchstimmung, zu welcher auch einer der grossen Schweizer Hotelpioniere, Franz-Josef Bucher-Durrer, wesentlich beitrug. Zu seiner im Jahre 1900 gegründeten Schweizerischen Hotelgesellschaft gehörten bereits das "Europe" in Luzern, das "Quirinale" in Rom, das "Semiramis" in Kairo, die Bürgenstock-Hotels sowie die Palace Hotels in Lugano und Mailand.

1903 kaufte Franz-Josef Bucher-Durrer am Ende des National-Quai ein 3'285 Quadratmeter grosses, unbebautes Grundstück von den Geschwistern Pfyffer von Altishofen für 880'000 Franken (für die damalige Zeit ein stolzer Quadratmeterpreis von 270 Franken). Nach den Plänen des Architektenteams Meili-Wapf öffnete am 7. Mai 1906 das PALACE LUZERN seine Pforten. Das während der Sommermonate geöffnete Hotel konnte einen einen äusserst erfolgreichen Start verzeichnen. In den zwanziger Jahren erfreute sich Luzern eines steten Zuwachses des Fremdenverkehrs, was eine finanzielle Genesung der Gesellschaft mit sich brachte. Das PALACE LUZERN wurde zum Spielball ausländischer Spekulanten.

Während des zweiten Weltkrieges diente das Hotel als Militär-Sanitäts-Anstalt sowie als Vorratslager des Oberkriegskommissariats. Dank weitsichtiger Planung wurde in den Jahren 1945/46 der gesamte Betrieb mit einem Aufwand von fast 1.5 Millionen Franken grundlegend renoviert. Im Jahre 1946 wurde eine Renaissance der Luxusklasse gefeiert. Die stetige Erneuerung und Verbesserung des Betriebes wurde zur Tradition: In den siebziger Jahren erfolgte die Umstellung vom Saison- auf den Ganzjahresbetrieb.

1982 wurde das einst an der Strasse liegende Spitzenrestaurant "Le Mignon" (seit 2003 Restaurant "Jasper") zur Seeseite verlegt. Anschliessend erfolgte die Sanierung der prachtvollen Jugendstil - Fassade, der Umbau der Bankett- und Kongressräumlichkeiten sowie die Erneuerung der gesamten Infrastruktur des Hotels.

Die mit 15 Millionen Franken grösste Investition betraf im Winter 1993/94 den Abbruch und Wiederaufbau der beiden Dachgeschosse. Dadurch kam das Hotel zu 48 neuen grosszügigen Zimmern und Suiten. Alles in allem investierte die Schweizerische Hotelgesellschaft AG in den letzten 26 Jahren über 80 Millionen Franken in die Renovation und den Ausbau des Hauses.

Im April 1997 erfolgte ein Zusammenschluss zweier Partner, welche bereits seit mehreren Jahren auf dem Gebiet der Incentive-Reisen gemeinsam auftreten: die Übernahme des PALACE LUZERN durch die VICTORIA-JUNGFRAU Grand Hotel & Spa AG. Dieser Zusammenschluss ermöglichte es den beiden Häusern, mittels Ausnützung entstehender Synergien die Herausforderungen der Zeit schlagkräftig zu meistern. Potential besteht vor allem im Bereich Marketing und in der Lancierung gemeinsamer Produkte zweier Mitglieder der "Leading Hotels of the World".

Konsequent ging der Ausbau weiter – 1999 wurden drei Seminarräume, benannt nach den berühmten Dirigenten Karajan, Bernstein und Solti, geschaffen. Das Ambiente ist der stilvollen Architektur der Jahrhundertwende nachempfunden, die hochmoderne Bankett- und Konferenztechnik markiert den Aufbruch in das neue Jahrtausend. Im Jahr 2000 erhielten insgesamt 26 Zimmer im Osttrakt sowie die Lobby ein komplett neues Gesicht, im darauf folgenden Jahr entstand das Restaurant "Les Artistes" im Stil der Belle Epoque anhand von Fotografien aus den Gründungsjahren.

Bei den Umbauarbeiten in der prächtigen Lobby und drei weiteren Veranstaltungsräumen zu Beginn des Jahres 2003 lag das Hauptaugenmerk auf der stilistischen Besinnung, auf den architektonischen Glanz der Jahrhundertwende und der grossen Tradition des PALACE LUZERN. Puristisch-extravagant und dennoch von zeitloser Klassik gibt sich hingegen das Restaurant "Jasper", die äusserst mutige und ehrgeizige Neukonzeption des vormaligen "Le Mignon". Im April 2003 begrüsste das von der Schweizer Designerin Iria Degen gestaltete Trendrestaurant seine ersten Gäste und überzeugt mit edlen Materialien, warmen Farbtönen, weltstädtischem Flair und südländischer Küche.

Eine Oase zum Entspannen und Wohlfühlen entstand bei den jüngsten Umbauarbeiten zu Beginn des Jahres 2005. Auf rund 800 Quadratmetern wurde der Neubau eines Spa-Bereiches realisiert. Saunen, Dampfbäder, Erlebnisduschen, Eisbrunnen, Ruheraum und ein Fitnessraum sowie ein "Private Spa" zum individuellen Entspannen, zählen neu zu einem umfassenden Angebot des Hotels.

Bei der Umsetzung der innenarchitektonischen Neuerungen haben Architekt Max Schmid aus Bern und Innenarchitekt Dominique Couture aus Genf die unmittelbare Nähe zum See besonders berücksichtigt. Eine konsequent zeitgenössische Gestaltung als Kontrast zur neoklassizistischen Fassade des Hauses stand im Vordergrund. Der Einbezug des natürlichen Tageslichts und die Verwendung einfacher elementarer Materialien wie Holz, Stahl, Stein und Glas in Verbindung mit einer indirekten Beleuchtung und erdigen Farbtönen lassen eine entspannende Atmosphäre der Ruhe und Stille entstehen.

Ein grösseres Suitenangebot des PALCE LUZERN wurde durch die Totalrenovation bestehender Zimmer umgesetzt. Die Hotelzimmer präsentieren sich unter Berücksichtigung der architektonischen Hülle, getreu dem Motto "Tradition und Innovation". Die Gesamtinvestition dieser Umbauarbeiten betrug CHF 13 Millionen.

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